Der wesentliche Unterschied zwischen Coaching und Psychotherapie liegt im Fokus des zu klärenden Themas.

Gegenstand der Psychotherapie sind nach einer gängigen Definition die Behandlung der Störungen des Erlebens und Verhaltens.

Eine Psychotherapie ist also dann angezeigt, wenn jemand an intensiven, unbeherrschbaren Emotionen leidet, etwa übermäßiger Angst oder Niedergeschlagenheit. Eine Verhaltensstörung wäre dann beispielsweise übermäßiges Essen, zwanghaftes Verhalten oder auch soziale Ängste. Natürlich bedingen Gefühle das Verhalten und umgekehrt.

Coaching ist dagegen auf die Behandlung eines bestimmten Problems bezogen. Der Begriff Coaching stammt aus dem amerikanischen Sprachgebrauch. Ein coach ist genau genommen ein Trainer, der i.d.R. mit Sportlern arbeitet und dabei eben nicht nur die rein körperlichen Aspekte des Trainings beachtet, sondern besonders auch auf die psychischen Aspekte der Wettbewerbssituation eingeht. Typischerweise geht es beim Coaching, wie es jetzt hierzulande verstanden wird, um die Überwindung beruflicher Probleme oder die Lösung von Beziehungskonflikten. Bei den beruflichen Problemen kann es dabei um die Auflösung einer Mobbingsituation gehen, um das Erreichen bestimmter Karriereziele oder die Planung einer Selbständigkeit bzw. die Entwicklung eines bestimmten Projekts. Die eigenen Gefühle dabei sind nur als Leitlinie zu sehen: Welche Situationen lösen welche Gefühle aus? Welche rational formulierten Ziele sind auch auf einer emotionalen Ebene relevant?

Supervision ist die Beratung von Kollegen, die in einem sozialen Beruf arbeiten und dabei ihr Verhalten in Bezug auf Klienten und/oder schwierige Fälle betrachten wollen. Es ist also ein Coaching in Bezug auf den sozialen Beruf und die Interaktion mit den Klienten. Supervision gibt es für praktisch alle sozialen Berufsfelder, beispielsweise Ärzte, (Psycho-)Therapeuten, Lehrer, Coaches, Trainer, Lehrer, Kindergärtner, Sozialarbeiter und pflegerische Berufe.